Ein Jahrzehnt
10 Jahre sind vergangen, seit ich diese Website als digitales Portfolio für meine Arbeiten veröffentlicht habe. Ein solches Jubiläum bietet die ideale Gelegenheit, um auf eine Entwicklung zurückzublicken, die eigentlich schon viel früher ihren Lauf nahm. Wenn ich heute durch meine Ordner stöbere, sehe ich nicht nur Fotos, sondern auch meinen eigenen Weg als Fotograf.
Alles begann in meinem sechzehnten Lebensjahr. Es war eine Mischung aus Neugier und dem Einfluss eines engen Freundes, die mich dazu brachte, erstmals eine Kamera zu führen. Was damals als Experiment startete, entwickelte sich schnell zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Fotografie und prägte meinen gesamten beruflichen Werdegang. Aus dem spielerischen Ausprobieren wurde ein Handwerk, das mich durch mein gesamtes Erwachsenenleben begleitet hat.
Vom ersten Entwurf zur internationalen Zusammenarbeit
In den vergangenen zehn Jahren hat sich mein Fokus geschärft und meine Arbeitsweise professionalisiert. Die Reise führte mich von lokalen Projekten hin zu Shootings mit international agierenden Personen. Mein Portfolio umfasst heute Kollaborationen mit einem Star-Stylisten, der bereits für Größen wie Beyoncé oder Halle Berry sowie Usher und Gwen Stefani tätig war. Darüber hinaus durfte ich mit Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel und Austria’s Next Topmodel arbeiten und ein Playboy-Playmate fotografieren.
Meine Fotografien fanden in dieser Zeit ihren Platz in renommierten Publikationen. Veröffentlichungen in Magazinen wie Woman oder Miss sowie im Kurier und im Profil oder im Magazin Aurum 999.9 sind Belege für eine kontinuierliche Weiterentwicklung und den Anspruch an höchste Qualität. Jede dieser Veröffentlichungen war ein kleiner Meilenstein, der mir gezeigt hat, dass der Weg richtig ist.
Die Philosophie hinter der Kamera
Trotz der professionellen Abläufe und des Umfangs großer Shootings ist mein Kerninteresse stets gleich geblieben. Es geht mir um die Reduktion auf das Wesentliche. Fotografie bedeutet für mich, die Details und Augenblicke sichtbar zu machen, die im Alltag oft keine Beachtung finden. Authentizität steht dabei an erster Stelle. Ob bei Porträtaufnahmen von Persönlichkeiten aus der Medienwelt oder im Bereich der Modefotografie: Mein Ziel ist es immer, ein echtes und unverfälschtes Ergebnis zu erzielen. Ich versuche, den Menschen vor der Kamera so zu zeigen, wie er ist, ohne ihn hinter zu viel Inszenierung zu verstecken.
Ein ehrlicher Ausblick auf kommende Projekte
Dass ich heute auf ein Jahrzehnt eigener Website und insgesamt 14 Jahre hinter der Linse zurückblicken kann – womit nächstes Jahr die 15 Jahre voll werden – ist vor allem ein Resultat aus Vertrauen und Beständigkeit.
Wenn ich an die Zukunft denke, tue ich das mit viel Ruhe. Die überschäumende Euphorie der ersten Tage hat sich über die Jahre gewandelt. Wo früher vielleicht eine rastlose Leidenschaft war, ist heute eine tiefe Souveränität und die Sicherheit des Handwerks getreten. Wenn ich mir anschaue, in welche Richtung sich die Fotografie durch KI gerade entwickelt, sehe ich das zwiespältig. Sicherlich ist KI als Werkzeug gut und kann uns bei vielen technischen Aufgaben unterstützen, aber gleichzeitig wird alles dadurch immer künstlicher und austauschbarer. Für mich geht dabei oft genau das verloren, was ein gutes Foto eigentlich ausmacht: nämlich die echte menschliche Verbindung. Gerade in einer Zeit, in der alles digital manipuliert wird, setze ich lieber auf das, was wirklich vor meiner Linse passiert.
Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung und die Aufgaben, die noch kommen werden.
Martin